VFW-Fokker 614

Entwicklung:

  • 1962
  • Rollout:

  • 5.4.1971
  • Erstflug:

  • 14.7.1971
  • 14.1.1972 (2. Prototyp)
  • 10.10.1972 (3. Prototyp mit geänderter Steuerung)
  • 28.4.1975 (1. Serienmaschine)
  • Zulassung:

  • 23.8.1974 (LBA)
  • Auslieferung:

  • 9.1975 (an Cimber Air)
  • Unfälle:

  • 1.2.1972 (Absturz des 1. Prototyps wegen starker Vibrationen)
  • Endmontage:

  • 1.8.1968
  • Sonstiges:

  • Insgesamt wurden 16 Maschinen gebaut.
  • FlugzeugnameVFW-Fokker 614
    Spannweite21.50m
    Länge20.60m
    Höhe7.48m
    Max. Kabinenbreite2.66m
    Max. Kabinenhöhe1.92m
    Flügelfläche64m2
    Flächenbelastung311.7kg/m2
    Max. Tankkapazität6320l
    Max. Startgewicht19958kg
    Max. Landegewicht19958kg
    Einsatz-Leergewicht12809kg
    Max. Nutzlast4100kg
    Höchstgeschwindigkeit780km/h (21000ft)
    Max. Reisegeschwindigkeit735km/h (21000ft)
    Max. Reisegeschwindigkeit0.65Mach
    Wirtschaftlichste Reisegeschwindigkeit722km/h (25000ft)
    Landegeschwindigkeit157km/h
    Startrollstrecke832m
    Landerollstrecke619m
    Max. Flughöhe7620m
    Max. Reichweite2009km
    Max. Reichweite1204km (40 Passagiere)
    Max. Passagiere40
    Max. Passagiere44
    Besatzung2
    TriebwerkeRR/SNECMA M45H 501
    Triebwerksanzahl2
    Schubkraft32.4kN / 7300lbs
    Geräuschpegel (Start)90.5EPNdB
    Geräuschpegel (Sideline)92.2EPNdB
    Geräuschpegel (Anflug)97.1EPNdB

    Die als "Von Haus zu Haus"-Transportflugzeug angekündigte VFW-614 ist ungewöhnlich und ansprechend zugleich. Als Zubringerflugzeug mit kleinem Fassungsvermögen für sehr kurze Strecken ist sie der sowjetischen Yak-40 vergleichbar und kann auch auf schlecht ausgebauten Flugplätzen eingesetzt werden. Ihre Entwichlung ging nur langsam voran - sie begann 1962 und erreichte erst 1971 das Flugerprobungsstadium - in erster Linie wegen der laufenden Versuche von VFW, geeignete Partner zur Verringerung des Risikos zu finden. Der zweite Grund für die Verlängerung der Entwicklungsperiode war, daß VFW wegen der Entwicklung eines geeigneten Mantelstromtriebwerks erst dann an Rolls-Royce und SNECMA herantrat, als Planung und Entwicklung des Flugzeugs schon abgeschlossen waren. Anscheinend hat sich die Geduld gelohnt, denn bis Mitte 1971 hatte das Werk Optionen für 26 Maschinen vorliegen und zwar von der Bavaria Fluggesellschaft (3), Cimber Air (3), Filipinas Orient Airways (2), General Air (2), dem spanischen Luftfahrtministerium (1), STA (2), Sterling Airways (5), TABA (2), Yemen Airlines (3) und 3 von einem ungenannten Auftraggeber. VFW-Fokker schätzt, daß der Verkauf von etwa 175 Flugzeugen die Unkosten decken wird. Das auffälligste Merkmal der VFW 614 ist die Triebwerkmontage auf Pylonen über den Tragflächen, die deshalb erfolgte, weil zum Einsatz auf schlechten Pisten ein kurzes und kräftiges Fahrwerk verwendet werden sollte. Dadurch wird auch das Einsaugen von Steinen und anderen Gegenständen in die Triebwerke sowie die Störung der Luftströmung vor den Triebwerksöffnungen vermieden. Die hohe Triebwerksmontage erlaubt auch die Ausrüstung mit einem ungeteilten Klappensystem und bietet für den Fall einer Notlandung oder eines Triebwerksbrandes größere Sicherheit. Eine Passagiertür mit eingebauten Stufen und ein Hilfstriebwerk (zum Antrieb von Bordgeräten und zur Stromversorgung) machen das Flugzeug weitgehend unabhängig von Flugplatzeinrichtungen und ermöglichen, es betriebsfertig zu machen und die Triebwerke zu starten. Die VFW 614 kann auf Pisten von 1200m Länge - oder weniger - starten und landen und als Passagier- oder Frachtflugzeug mit einer Höchstnutzlast von 3900kg eingesetzt werden. Als Frachtflugzeug kann sie Fahrzeuge oder Einheitspaletten befördern (Anm. des Übersetzers: Palette = auf einer Stapelplatte zusammengefaßte Gepäckstücke zur Verkürzung der Ladezeit). Je nach Wunsch können 30-44 Sitze eingebaut werden. Die Standardausrüstung hat 40 Sitze. Die Betriebskostendeckung soll schon bei 20 Passagieren gewährleistet sein. Unter normalen Bedingungen soll der Einsatz bei Entfernungen über 160 km Gewinn bringen.

    Das Entwicklungsprogramm umfaßt 3 Prototypen (G1 - G3) und zwei Zellen für Festigkeitsuntersuchungen, mit deren Bau im August 1968 begonnen wurde. Die VFW 614G1 (D-BABA) startete erstmals am 14. Juli 1971, die ersten Lieferungen sollen Anfang 1973 erfolgen. Die Herstellung ist auf holländische, belgische, englische und deutsche Werke aufgeteilt: VFW-Fokker baut den vorderen und mittleren Rumpf, MBB (Messerschmidt- Bölkow-Blohm) den hinteren Rumpf und das Leitwerk, Fokker-VFW die Tragflächen und Triebwerkspylone, Fairey und SABEC die beweglichen Flächenteile und Dowty das Fahrwerk.


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    Christian Pschierer: pschirus at gmx dot net

    Last modified: 13.03.2002, 22:30