Tupolev TU-134

Tragfläche:

  • 2 Holme, Außenflügel abnehmbar, 1.5° negative V-Stellung, doppelt geschlitzte Landeklappen
  • Fahrwerk:

  • doppelt bereiftes Bugfahrwerk (660x220), nach hinten einziehend; 2 Hauptfahrwerke mit je 4 Rädern (930x305), fahren nach hinten in Flügelpylone ein.
  • Leitwerk:

  • T-Leitwerk
  • Versionen:

  • A: 2.10m verlängerter Rumpf, Schubumkehr, APU, 84 Sitzplätze
  • B: D-30-III-Triebwerke, 90 Sitzplätze
  • Entwicklung:

  • 6.1962
  • Erstflug:

  • 29.7.1963 (1. Prototyp mit Soloview D-20-Triebwerken)
  • 1969 (A)
  • Indienststellung:

  • 9.1967 (Moskau-Stockholm)
  • Herbst 1970 (A)
  • 1982 (B)
  • Sonstiges:

  • Insgesamt wurden 852 Flugzeuge produziert.
  • Nato-Bezeichnung: Crusty
  • FlugzeugnameTu-134Tu-134A 
    Spannweite29.01m29.01m 
    Rumpflänge34.90m37.70m 
    Höhe9.02m9.14m 
    Kabinenlänge 15.93m 
    Max. Kabinenbreite2.71m2.71m 
    Max. Kabinenhöhe1.96m1.96m 
    Flügelfläche127.30m2127.30m2 
    Geom. Flügelstreckung6.616.61 
    Flügelpfeilung (1/4-Profilsehne)35°35° 
    Flächenbelastung353kg/m2385kg/m2 
    Fahrwerk (Spur)9.45m16.04m 
    Fahrwerk (Spur) 9.45m 
    Max. Tankkapazität16000l16600l 
    Max. Tankkapazität 18000l 
    Max. Startgewicht44996kg46992kg 
    Max. Startgewicht 48988kg 
    Max. Landegewicht40007kg43001kg 
    Max. Nullkraftstoffmasse 37240kg 
    Einsatz-Leergewicht27499kg28499kg 
    Einsatz-Leergewicht 29050kg 
    Max. Treibstoffgewicht 14402kg 
    Max. Nutzlast 8201kg 
    Höchstgeschwindigkeit 906km/h 
    Höchstgeschwindigkeit 0.82Mach 
    Max. Reisegeschwindigkeit 850km/h (10000m) 
    Wirtschaftlichste Reisegeschwindigkeit 750km/h (11000m) 
    Startrollstrecke 2400m 
    Landerollstrecke 2195m 
    Max. Flughöhe 11899m 
    Max. Reichweite2408km3852km 
    Max. Reichweite3500km3019km (5.0t) 
    Max. Reichweite 2797km (8.2t) 
    Max. Reichweite 1889km (8.2t, 800km/h, 11000m) 
    Max. Passagiere16F+48Y76 
    Max. Passagiere7284 
    Frachtvolumen (Unterflur, gesamt) 14m3 
    Besatzung33 
    TriebwerkeSoloview D-30Soloview D-30-II 
    Triebwerksanzahl22 
    Schubkraft66.7kN / 15000lbs66.7kN / 15000lbs 

    Die gleiche Grundkonzeption, nach der die Tu-104 und die mit Mantelstromtriebwerken ausgerüstste Tu-124 entstanden, lag auch der Tu-134 zugrunde, die im frühen Entwurfsstadium zunächst Tu-124A genannt wurde. Verschiedene größere Änderungen des Entwurfs - vor allem die Plazierung der Soloview-Mantelstromtriebwerke am Rumpfende des Flugzeugs - rechtfertigten die Zuteilung einer neuen Entwicklungsnummer. Die Arbeiten an der Tu-134 begannen unter Leitung von Leonid Seljakow im Juni 1962. Der Erstflug fand im Dezember 1963 mit - wie die Sowjets bekanntgaben - "lieferbaren" Triebwerken statt, vermutlich Mantelstromtriebwerken des Typs D-20, mit denen auch die Tu-124 ausgerüstet ist. Fünf Vorserienflugzeuge wurden gebaut. Die Serienmaschinen Tu-134 erhielten jedoch die verbesserten D-30 Triebwerke, außerdem wurden verschiedene äußere Verfeinerungen duchgeführt. Der bogenförmige Übergang zwischen Seitenleitwerk und Rumpfrücken wurde etwas verkleinert und der Schnittpunkt zwischen Höhen- und Seitenleitwerk mit einer stromlinienförmigen Verkleidung versehen. Die Tu-134 ist das zweite mit Hecktriebwerken ausgerüstete Zivilflugzeug der Sowjetunion und mit der BAC One-Eleven und der McDonnell Douglas DC-9 vergleichbar. Aeroflot stellte sie 1966 auf internationalen Flugstrecken in Dienst, der reguläre Flugbetrieb bagann aber erst im September 1967 auf der Linie Moskau-Stockholm. Im Ausland war die Tu-134 1971 bei der jugoslawischen Aviogenex (3), Balkan Bulgarian Airlines (6), Interflug (7), LOT (6) und Malév (6) eingesetzt. Gegenüber der Tu-124 hat die Tu-134 eine größere Tragfläche und bessere Leistungen, die Sitzkapazität stieg auf normalerweise 64 (16 Passagiere der 1. Klasse, 48 der Touristenklasse), maximal 72, die Besatzung besteht aus drei Mann. Die Tu-134 hat mit wenig Nutzlast eine Höchstreichweite von 3500km, die wird jedoch hauptsächlich auf Flugstrecken von 500-2000km eingesetzt. Ein Spezialfahrwerk für Flugplätze mit weniger festem Belag ermöglichen Start und Landung auch auf kleineren Flugplätzen und falls notwendig, sogar auf Graspisten. Die vorderen Räder des Tandemfahrwerks berühren dabei den Boden zuerst. Wie bei den meisten modernen Verkehrsflugzeugen ist auch von der Tu-134 eine vergrößerte Version lieferbar. Diese wird als Tu-134A bezeichnet. Der Rumpf wurde um 2.10m verkängert und kann in der dadurch vergrößerten Kabine bis zu 80 Passagiere aufnehmen. Auch die elektronische Ausrüstung wurde verfeinert, ein Hilfstriebwerk eingebaut und die Haupttriebwerke mit Schubumkehr ausgestattet. Im übrigen entspricht sie jedoch der Standardausführung Tu-134. Aeroflot stellte die Tu-134A im Herbst 1970 in Dienst.


    Das Tupolewbüro freute sich wahrscheinlich über den Erfolg der Tu-104 und Tu-124, die in Betrieb bei Aeroflot waren. Leider erfolgten jedoch keine Exportbestellungen. Eine Version der Tu-124 mit verbessertem Passagierraum sollte dies ändern. Das neue Flugzeug wurde anfangs Tu-124A genannt und behielt die Flügel, den Rumpf und das Fahrwerk der alten Version bei. Zwei Abweichungen waren aber festzustellen. Die Triebwerke wurden nicht auf den Flügeln, sondern an dem hinteren Rumpf montiert, und das Normalleitwerk wurde durch ein T-Leitwerk ersetzt. Die Aerodynamik wurde dadurch verbessert. Infolge dieser Änderungen erfolgt die Umbenennung von Tu-124A in Tu-134.

    Die erste Tu-134 besaß zwei Soloview D-30 Fan-Antriebsturbinen und hatte 72-Passagierplätze. Sie trat im September 1967 bei Aeroflot in Dienst. Die Tu-134A hatte 84 Sitzplätze in einem um 2.1m verlängerten Rumpf und wurde 1970 eingeführt. Tupolew erhielt einige Exportbestellungen für dieses Flugzeug, und es wurde in größeren Zahlen gebaut. Die neueste Version ist die Tu-134B mit 90 Sitzplätzen. Sie trat 1982 in Dienst. Zwischen 650 und 700 Maschinen wurden gebaut, und die meisten sind bei Aeroflot und Interflug in Betrieb.


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    Last modified: 13.03.2002, 22:30